Kanton Bassersdorf

Am 12. Februar 2010 wurde die Unabhängigkeitserklärung von 43 tapferen Männern und Frauen zu Fuss von Bassersdorf nach Zürich gebracht.Im Festsaal des Kantons Zürich hat Regierungsrat Dr. Hans Holensteindas Schriftstück entgegengenommen. Die Bassersdorfer Fasnacht: eine Hochburg seit über 60 Jahren!

Ein wahrlich ergreifender Moment in der Geschichte!

Unabhängigkeitserklärung

Im Geiste grosser Freiheitskämpfer wie George Washington oder Thomas Jefferson, der gesagt hat: „Von Zeit zu Zeit muss der Baum der Freiheit mit dem Blut von Patrioten begossen werden“, im Sinne der Gründerväter unseres Bundesstaates wie Jonas Furrer und in Gedanken an unseren Nationalhelden und seinen Sohn Walter, der in seiner unendlichen Weisheit erkannt hat: „Ei Vater, siehst du den Hut dort auf der Stange“, erklären wir Bassersdorfer unser Territorium als unabhängig vom Kanton Zürich und zum souveränen Stand der Schweizerischen Eidgenossenschaft, der den Namen Kanton Bassersdorf tragen soll. Nicht weil wir über die Vorgänge im fernen Zürich besonders aufgebracht wären, nicht dass uns Hollenstein, Notter, Kägi und Konsorten überaus fest auf den Wecker gingen, nein, weil wir Lust dazu haben und wir der Überzeugung sind, dass sich der grosse Tatendrang der Bassersdorfer nur in einem eigenen Kanton richtig entfalten kann.


Die Vertreter der Unabhängigkeitsbehörde des Kantons Bassersdorf

Die Verfassung des Kantons Bassersdorf

Wir, das Volk des Kantons Bassersdorf,

in Verantwortung gegenüber uns selbst und im Wissen um die Grenzen menschlicher Vernunft und frei vom Einfluss psychoaktiver Substanzen, im gemeinsamen Willen, Freiheit, Fröhlichkeit und Ausgelassenheit zu schützen und den Kanton Bassersdorf als besten, schönsten und tollsten Gliedstaat der Schweizerischen Eidgenossenschaft zu schaffen, zu gestalten und weiter zu entwickeln, geben uns die folgende Verfassung:

Art. 1
Kanton Bassersdorf
1Der Kanton Bassersdorf ist ein souveräner Stand der Schweizerischen Eidgenossenschaft.
Art. 2
Rechtsstaatliche Grundsätze
1Die Freiheit ist unser höchstes Gut. Man braucht saumässig gute Gründe, diese einzuschränken.
2Misshandle oder plage ich weder Weib, Mann, Kind noch Hund oder Dritte, geht es kein Schwein etwas an, was ich hinter meinen eigenen vier Wänden, in meiner Freizeit oder in meiner Stammbeiz tu.
Art. 3
Gewaltenteilung
1Die staatlichen Gewalten sind geteilt. So sollen die Ämter des Obernarrs, des Sechseläuten-Marschalls und des Chilbi-Chefs nie von derselben Person ausgeübt werden.
2Die öffentliche Macht unterliegt der Kontrolle der Mitbassersdorfer. Tu, was du willst, so lange sich keiner getraut, dir drein zu schnorren.
Art. 4
Subsidiarität
1Jede Person nimmt Verantwortung für sich selber wahr und trägt nach ihren Kräften zur Bewältigung der Aufgaben in Staat und Gesellschaft bei. Ein Tag pro Woche hat jede Person das Recht, sich von der Verantwortung eine Auszeit zu nehmen.
2Die Initiative von Einzelnen und von Organisationen zur Förderung des Gemeinwesens verdient den Respekt aller Bürger und aller Organe des Staates und der Gesellschaft. Kanton und Gemeinden können diese Initiative fördern, wenn sie denn gefragt werden.
Art. 5
Nachhaltigkeit
1Kanton und Gemeinden sorgen im Einverständnis mit den Bürgern für die Erhaltung der Lebensgrundlagen.
2In Verantwortung für die kommenden Generationen sind sie einer nachhaltigen Entwicklung verpflichtet. Spiritueller, religiöser, esoterischer und sonstiger weltanschaulicher Hokuspokus haben deshalb auf staatlicher Ebene nichts verloren. Für Private gilt Art. 2 Abs. 2.
Art. 6
Dialog
1Kanton und Gemeinden schaffen günstige Voraussetzungen für den Dialog zwischen den Kulturen, Weltanschauungen und Religionen. Am besten hilft Alkohol.
Art. 7
Innovation
1Innovationsfreudigkeit ist der Kern der Bassersdorfer Seele. Kanton und Gemeinden müssen diese nicht sonderlich fördern. Sie sollten aber auch nicht im Weg stehen.
Art. 8
Schutz der Menschenwürde
1Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sollte sie einer wegen der Einwirkung psychoaktiver Substanzen, in Trauer um die verflossene oder unerwiderte Liebe oder aus schierer Dummheit verlieren, sind die Mitbürger grosszügig und stehen mit Rat und Tat zur Seite.
Art. 9
Gewährleistung der Grundrechte
1Die Menschenrechte und Grundrechte sind gewährleistet. Was sogenannt übergeordnetes Recht dazu sagt, interessiert die Bassersdorfer nur sehr bedingt.
2Die Bestimmungen der Bundesverfassung über die Verwirklichung und die Einschränkung der Grundrechte gelten für die Grundrechte des kantonalen Rechts nur insoweit, als sie den freiheitlichen Grundsätzen der kantonalen Verfassung nicht widersprechen. Auf Einschränkungen der Grundrechte, insbesondere der freien Rede, verzichtet der Bassersdorfer dankend.
Art. 10
Rechtsgleichheit
1Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich. Zusätzliche Paragrafen, welche die Gleichheit der Geschlechter, Rassen und sexuellen Neigungen (sofern sie nicht gegen Art. 2 Abs. 2 verstossen) betonen, sind überflüssig, weil das selbstverständlich ist.
2Im Kanton Bassersdorf sind nicht manche gleicher als andere. Auch wenn der Stand Bassersdorf ein kleiner Stand ist: Solchen Hinterwäldlerseich überlasse man den Emmentalern, Bündnern und Oberwallisern.
Art. 11
Recht auf Bildung
1Das Recht auf Bildung ist gewährleistet. Für die Schlausten der Schlauen schafft der Kanton eine eigene Universität.
Art. 12
Zugang zu amtlichen Dokumenten
1Jede Person hat das Recht auf Zugang zu amtlichen Dokumenten. Um den Zugang nicht unnötig zu erschweren, sind die Behörden angehalten, die Zahl der Dokumente gering zu halten.
Art. 13
Bürgerrecht
1Jeder zur Zeit des Inkrafttretens dieser Verfassung in der Gemeinde Bassersdorf wohnhafte Schweizer ist Bürger des Kantons Bassersdorf, sofern er ein glatter Siech ist.
2Über Neueinbürgerungen befindet die Landsgemeinde.
Art. 14
Stimm- und Wahlrecht
1Das Stimm- und Wahlrecht steht allen Kantonsbürgern zu, welche das 18. Lebensjahr zurückgelegt haben. Besonders trümmligen Siechen kann das Stimmrecht durch die Landsgemeinde entzogen werden.
Art. 15
Initiativrecht
1Ein Stimmberechtigter kann mit einer Initiative jedwelche Erlasse, Verfassungs- und Gesetzesänderungen verlangen. Die Landsgemeinde bestimmt über das Begehren.2 Eine Initiative wird grundsätzlich nicht vorgeprüft. Einzige Einschränkung bezüglich Inhalt der Initiative ist Art. 2 Abs. 2 der Verfassung.
Art. 16
Referendum
1Ein Referendum ist nicht vorgesehen. Es obliegt der Landsgemeinde Einspruch gegen Behördenbeschlüsse zu erheben.
Art. 17
Amtsdauer
1Die Amtsdauer aller Behördenmitglieder beträgt 4 Jahre. Neuwahlen sind jeweils am Fasnachtswochenende. Die gewählten Mitglieder werden am Gigelizyschtig feierlich verkündet.
Art. 18
Organe
1Das oberste Organ des Kantons ist der Souverän, vertreten durch die Landsgemeinde. An der Landsgemeinde können alle stimmberechtigten Bürger teilnehmen.
2Die Landsgemeinde tagt am Schmutzigen Dunnschtig.
3Die Landsgemeinde bestimmt über sämtliche Geschäfte, sofern sie nicht dem Regierungsrat übertragen sind. Die Landsgemeinde hat das Recht, jeden Regierungsratsentscheid für nichtig zu erklären.
4Die Führung der Tagesgeschäfte obliegt dem Regierungsrat, bestehend aus 5 an der Urne gewählten Mitgliedern. Den Vorsitz hat der Landammann.
5Der Regierungsrat wurstelt nach bestem Wissen und Gewissen und verpülvert die ihm zur Verfügung stehenden Mittel. Gibt er mehr Geld aus, haftet er mit seinem eigenen Sack.
6Die richterliche Gewalt hat das Obergericht, bestehend aus 5 an der Urne gewählten Mitgliedern.
7Die Landsgemeinde bestimmt den Rektor der Universität.
Art. 19
Gesetz
1Die Verfassung ist das einzige schriftliche Dokument für die Regeln des Zusammenlebens und des Wirtschaftens im Kanton.
2Sie ist allumfassend und braucht keine näheren Erläuterungen. Wer sie nicht versteht, ist entweder besonders dämlich oder Sozialdemokrat.